Vorwort
Vorwort
Nach der globalen Krise an den Finanzmärkten, der weltweiten Abkühlung des Wirtschaftswachstums im Jahr 2008 und in den ersten Monaten des Jahres 2009, können wir gegen Ende des Jahres 2009 wieder etwas optimistischer in die Zukunft blicken.
Die internationalen Aktienmärkte haben sich weitestgehend von den erlittenen Tiefschlägen erholt, die Creditspreads haben sich in 2009 wieder normalisiert und der US-Notenbankchef Ben Bernanke erklärte am 15. September 2009, dass die Rezession zu Ende sei. „Technisch gesehen“, wie er einschränkend hinzufügte.
Die großen Volkswirtschaften melden sich mit positiven Prognosen für die konjunkturelle Entwicklung im kommenden Jahr zurück. Geschuldet wird dies den im Rahmen der weltweiten Wirtschaftskrise aufgelegten Konjunkturprogrammen, welche auch noch weit in das kommende Jahr hineinwirken werden. Die Konjunktur in Europa und den USA konnte sich in den letzten Monaten wieder etwas erholen und weißt mittlerweile durchaus positive Tendenzen hin zu einem Aufschwung auf. Die Frage ist nur, ob dieser Aufschwung schon selbsttragend ist. Beantworten lässt sich diese Frage aber wohl erst Ende 2010 bzw. 2011.
Die Bankenaufsicht hat aus den Ursachen und Folgen der Finanzmarktkrise sowie aus den Erkenntnissen der laufenden Aufsichts- und Prüfungspraxis gelernt und im August diesen Jahres die zweite Novellierung der MaRisk angestoßen und die Spielregeln für Kreditinstitute verschärft.
Die MaRisk sind zwar „nur“ für Kreditinstitute und Versicherungen verbindlich umzusetzen, die Grundprinzipien können jedoch für alle Marktteilnehmer sinnvoll sein, welche Risiken eingehen, d.h. für mittelständische Unternehmen, Kommunen und kommunalnahe Unternehmen. Kernelement der MaRisk ist der Risikomanagement-Prozess: Risikomanagement ist als ein kontinuierlicher Prozess in Form eines Regelkreises zu etablieren und in alle wesentlichen Unternehmensprozesse und Unternehmensbereiche zu integrieren.
Währungsschwankungen, Zinsänderungsrisiken, Forderungsausfälle, hochvolatile Aktienmärkte- und Rohstoffmärkte, Liquiditätsengpässe, Absatzrisiken und hochverzinsliche Kredite sind nur einige der Herausforderungen, denen sich gleichermaßen Kreditinstitute, mittelständische Unternehmen, Kommunen und kommunalnahe Unternehmen stellen müssen.
Die Finanzmärkte bieten eine Vielzahl von möglichen Lösungsansätzen, aber immer stellt sich die Frage, welche der Alternativen die Richtige für die individuelle Situation ist. So können beispielsweise nur noch wenige Unternehmen Währungs- und Rohstoffrisiken uneingeschränkt an ihre Kunden weitergeben zu können. Das Ergebnis ist ein zunehmender Druck auf die operativen Margen bis hin zur Insolvenz. Ein aktives Risikomanagement bedeutet, diesen Ereignissen nicht mehr schutzlos ausgeliefert zu sein, sondern so frühzeitig steuernd einzugreifen, dass Risiken gar nicht erst zum Problem werden können. In diesem Zusammenhang sind die Anforderungen an die handelnden Personen in Unternehmen und Kommunen stark gestiegen. Auch der Gesetzgeber hat erkannt, dass Risikomanagement- und Frühwarnsysteme zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen und Unternehmen und Kommunen zu deren Einrichtung verpflichtet.
An dieser Stelle setzt auch die zweite Auflage des jährlich erscheinenden re|peat-Jahrbuches an. Professionelles Risikomanagement wird zu einem wichtigen Erfolgsfaktor, um auch in schwierigen Zeiten Erträge bei beherrschbaren Risken zu erzielen. Exklusive Hintergrundberichte und Informationen von Praktikern, aber auch ein Jahresrückblick und neueste Entwicklungen und Trends runden das Standardwerk ab. re|peat soll dem Leser Anregungen und interessantes, professionelles Know-how vermitteln: Von Praktikern für Praktiker. Deshalb haben wir bei der Auswahl der Autoren einen großen Wert auf die praktische Umsetzung der Beiträge gelegt.
Wir haben diese Reihe re|peat genannt, da „repeat“ im Englischen für „wiederholen“ steht, aber auch die Initialen von Roland Eller - re - Bestandteil des Namens sind. re|peat wird von Roland Eller jährlich neu aufgelegt und soll dem Leser das Jahr nochmals in Erinnerung bringen, aber auch Trends und Entwicklungen für das kommende Jahr aufzeigen. Die Idee von re|peat: Produkte, Märkte und Strategien zum Nachschlagen und Verstehen.
Das re|peat–Jahrbuch besteht zum einen aus einem redaktionellen Teil mit praxisorientierten Beiträgen zum Treasury institutioneller Finanzmarktteilnehmer (z.B. Banken, Sparkassen, mittelständische Unternehmern, Kommunen und Stadtwerke) und der privaten Geldanlage. Zum anderen finden Sie ein Anbieterverzeichnis der Partner des re|peat -Jahrbuches: Produktanbieter und Dienstleister für Strukturierte Produkte, Zertifikate, Spezial- und Publikumsfonds, Derivate und Alternative Investments.
An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei den Autoren sowie bei allen Partners des re|peat-Jahrbuches für die sehr angenehme und konstruktive Zusammenarbeit sowie für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
Wir wünschen Ihnen mit dem vorliegenden Werk eine interessante und angenehme Lektüre mit neuen Einsichten und einem hohen praktischen Nutzen.
Potsdam im November 2009
Die Herausgeber
| Anhang | Größe |
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| repeat-Jahrbuch 2010_Vorwort.pdf | 26.74 KB |



